Hat Amazon Auszahlungsprobleme?

Ein Onlineriese mit Auszahlungsproblemen: Was ist los bei Amazon?

Es klingt schon nach einem schlechten Witz oder nach einem Schildbürgerstreich, dass    ausgerechnet einer der mächtigsten und reichsten Konzerne der Welt nicht in der Lage ist seine Händler auszubezahlen. Doch genau das passiert aktuell bei Amazon. Versuchen die Händler ihr Guthaben anzufordern, dann erhalten sie folgende Fehlermeldung:

Von Amazon wird fieberhaft daran gearbeitet, das Problem zu lösen und in den Griff zu     bekommen, doch hierbei zeigt sich die Kommunikationspolitik des Unternehmens eher als  mittelmäßig.

Bereits seit Ende Oktober können einige der Amazon-Händler keine Auszahlungen ihrer    Guthaben beantragen. Wer versucht, sein Guthaben bei Amazon auszahlen zu lassen, der  erhält eine Fehlermeldung mit den Worten „unerwarteter Fehler“. Das Problem tritt vorwiegend in Deutschland und Großbritannien auf. Beginn des Monats wurde davon ausgegangen, dass Amazon das Problem bereits behoben habe, es jedoch bis zu 36 Stunden dauern kann, bis das alles wieder wie gewohnt läuft – doch das große Übel ist, dass die Probleme anhielten.

Amazon kämpft mit Organisationsproblemen

Mehr als eine Woche hatte der Onlineriese mit riesigen Organisationsproblemen zu kämpfen. Die Guthaben der Dritthändler, die ihre Ware über Amazon verkaufen, konnten sich die     Zahlungseingänge der Kunden seit dem 30. Oktober nicht mehr auszahlen lassen. Ein Händler der über Amazon verkauft erklärte empört dass es sich um keinen vorgezogenen oder      verspäteten Aprilscherz handele und es sich mit Sicherheit um eine Summe in Millionenhöhe handelt – das sei keine Kleinigkeit.

Die Probleme bei den Auszahlungen wurden von der deutschen Tochter bestätigt, jedoch im gleichen Atemzug heruntergespielt. Ein Amazonsprecher erklärte, dass daran gearbeitet wird, schnellstmöglich eine Lösung zu finden die kleine Anzahl der betroffenen Verkäufer. Von den Branchenkennern wird dieser Aussage widersprochen. Nach ihrer Aussage sind von dem   Problem Abertausende Händler betroffen. Auch in einschlägigen Händler-Foren kommt es zu dutzenden Beiträgen von empörten Nutzern in den vergangenen Tagen. Die Folgen spüren auch Zehntausende von Endkunden, denn sie erhalten vorübergehend keine Erstattung, für ihre Retour-Ware.

Die Auszahlungen wurden wieder aufgenommen

Von Amazon wurden erst an diesem Dienstagmorgen (07.11) teilweise die Auszahlungen   wieder aufgenommen, laut Berichten der Verkäufer. Zunächst seien jedoch erst einmal die jüngsten Zahlungseingänge weitergeleitet worden, während die älteren Gutschriften weiterhin auf den Amazon-Konten liegen. Es kam vereinzelt sogar zu Spekulationen, dass von dem   Online-Giganten Geld zurückgehalten würde, um so die eigenen Finanzen vorübergehend  aufzupolstern.

Offenbar betraf dieser Zahlungsstopp nicht nur die deutsche Tochter von Amazon, sondern alle europäischen Aktivitäten des Online-Riesen. So sind selbst die Auszahlungen in Frankreich, Großbritannien und Italien „weiterhin in Verarbeitung“, wie von den Amazon-Systemen      gemeldet wird. Händler die sich in Bezug auf ihre Gutschriften an den Call-Center wendeten, wurden auf die nächsten 24 Stunden vertröstet. Aber in der Zahlungsübersicht lautete der  Vermerk über Tage ausschließlich nur „Auszahlung fehlgeschlagen“.

Der Konzern schweigt sich, ausgenommen von dem wortkargen Statement, über die Ursachen, Auswirkungen und den Umfang des merkwürdigen Zahlungsstatus aus. Die Briefe die an die Online-Händler versendet worden, sprachen von „technischen Problemen“ und die Händler mussten sich derweil über die weitere Entwicklung auf Rätselraten verlegen. Kurz gesagt, von Amazon gibt es keinerlei Auskunft!

Händler wurden unruhig – der Black Friday

Angesichts dessen, dass der Black Friday bevorsteht, also der, wurden viele Händler unruhig – also dem Freitag nach Thanksgiving, der in diesem Jahr auf den 24. November fällt. Denn an diesem Tag startet in den USA traditionell die Weihnachtsvorverkauf-Saison. Aber nicht nur in den USA hat sich der Black Friday zum bedeutendsten Verkaufstag des Jahres entwickelt,  sondern auch in Deutschland und anderen Ländern.

Daraus macht Amazon eine komplette Aktionswoche (Cyber Monday-Woche), doch die    Aussicht, dass die Abläufe nicht so funktionieren, wie sie sollten, und das ausgerechnet im  absatzstärksten Zeitraum, verstärkt die Unruhe bei den Händler noch mehr.

E-Commerce Experten spüren die massive Unzufriedenheit der Internet-Händler über die   Informationspolitik von Amazon. „So geht man nicht mit Geschäftspartnern um“ heißt es von dem E-Commerce Experten Markt Steier, der selbst zu den größeren Online-Händlern zählt. Für ihn habe Amazon mit seiner Kommunikationspolitik in Bezug auf die                    Auszahlungsschwierigkeiten zur Verunsicherung der Marktplatz-Teilnehmer beigetragen.

Keine News über den Stand der Problemlösung

In diesem Krisenfall ist die Kommunikationspolitik des Online-Marktplatzes wenig hilfreich, auch wenn mitgeteilt wurde, dass das Problem bei Amazon selbst liege und die Händler um Geduld bittet. Doch mehr gibt es nicht und es ist erstaunlich still um Amazon. Die Nutzer in Foren und sozialen Netzwerken sind dafür umso aktiver und erzählen dort von ihren Problemen und   Erfahrungen. Zudem kommt es zu Mutmaßungen und hitzigen Diskussionen über die aktuelle Situation. Es herrscht teilweise ein richtiges Chaos, denn einige Händler berichten von      erfolgreichen Auszahlungen, während andere noch immer eine Fehlermeldung erhalten.

Niemand weiß genau über den aktuellen Stand der Arbeit der Technikabteilung des Online-Konzern Bescheid und somit wird umso mehr gemutmaßt.

Hier wäre es wünschenswert, wenn der Online-Riese regelmäßig Updates über die Fortschritte melden würde, um so die betroffenen Händler auf dem Laufenden zu halten und weitere Panik und Mutmaßungen nicht weiter gedeihen bzw. aufkommen zu lassen.

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leidenschaftliche Bloggerin & Autorin, seit November 2017 bei der Area52 Group als Consultant und Berater für Amazon SEO, Facebook Advertising und B2b Sales tätig. Dadurch musste ich mir auch eine neue Facebook Seite zulegen, aber ich denke mal, die bekommen wir schnell wieder aufgebaut ;)